Erste Hilfe bei Babys und Kleinkinder
Ein sehr wichtiges Thema für viele Eltern, ist die Erste Hillfe bei Babys oder Kleinkindern. Jede Mutter oder Vater,kennt es wenn das Kind in das Alter kommt, wo es sich eine viele Anzahl von Dingen in den Mund stecken. Nicht nur das Liebslingsspielzeug oder das Buch wird gerne mal mit dem Mund erkundet, sondern auch kleine Gegenstände, die schnell zu Boden fallen und leicht zu übersehen sind. Unsere kleinen Erdenbürger, sind Meister darin, Dinge zufinden, welche nicht gefunden werden sollten.
Aber was tut man, wenn dann genau das passiert, was wir uns nur im Albtraum vorstellen?
Die Erste Hilfe ist etwas, was die meisten Mütter instinktiv leisten. Sie verlassen sich auf ihren inneren Instinkt und reagieren meist korrekt. Dennoch schadet es nie, sich über das Thema selber zubefassen, um im Ernstfall in keinen "Überforderungszustand" zufallen.
Ersticken
Wenn dein Baby keine Luft mehr bekommt, nicht mehr weinen - schreien - husten oder sprechen, könnte es sich verschluckt haben.
Man unterscheidet immer in 2 Arten:
Verschlucken → Erschwerte Atmung und Hustenreiz
Ersticken → Ein Gegenstand blockiert die Luftröhre und verhindert das Atmen und Husten
Sobald man weiß, mit welcher Art der Atemwegsbehinderung man zutun hat, sollte man sich entscheiden wie man weiter voran geht.
Wenn ihr Kind würgt, aber immer noch husten kann, solltest du dein Kind einfach husten lassen - dies ist immer noch die beste Methode um die Atemwege wieder frei zumachen. Sollte die Luftröhre, komplett verstopft sein, und es droht die Gefahr, dass das Kind erstickt, müssen die Luftwege schnell und effektiv wieder freigemacht werden, und das Kind notfalls wiederbelebt werden.
- Wie löst man die Blockade in der Luftröhre?
Setze dich, mit deinem Kind, auf einen Stuhl, und halte das Gesicht des Kindes nach unten auf deinen Schoß. Sein Oberkörper sollte über deinem Knie hängen und du unterstützt sein Gesicht und den Nacken mit einer Hand. Nun schlage mit der Handinnenseite, der anderen Hand, vdem Kind, viermal sanft, aber fest, auf die Rückenmitte. Mach das nicht mit soviel Kraft, wie bei einem Erwachsenen, aber denke daran, dass du eine Blockade im Körper lösen möchtes!

Wiederbelebung
Das Problem schnell erkennen
Wenn dein Kind am ersticken ist, dann ist es wichtig zuerst die Blockade in der Luftröhre zu entfernen. Sollte dein Kind danach Probleme beim atmen haben oder nicht ansprechbar sein, dann schüttle es sanft um eine Reaktion zu erhalten. Sollte das Kind daraf nicht reagieren, ruf sofot den Notarzt oder die Rettung.
- Atmenwege freimachen und Puls messen
Lege eine Hand auf die Stirn des Kindes, wärend du mit der anderen Hand unter das Kinn fasst, und den Kopf in eine gerade Position zurücken (Kopf anheben bis er gerade ist), um dann mit dem Ohr zuhören, ob das Kind einatmet. Während dem horchen beobachte den Brustkorb des Kindes, ob er sich hebt und senkt. Sollte das Kind nicht atmen, sollte man den Puls in der Leistengegend (vorallem bei Babys effektiv) oder am Oberarm - Innenseite, messen. Sollte kein Puls zuspüren sein, solltest du sofort mit der Reanimation beginnen.

- Herzmassage
Suche dir die Mitte des Brustbeines, dann stelle dir eine senkrecht verlaufende Linie vor. Suche dir hier auch die Mitte und positioniere deine 2 Daumen dort. Du kannst auch mit den restlichen Finger deiner Hände, den Körper umfassen. Eine weitere Methode, ist wenn du neben dem Kind knies, die Finger ausstreckst und die Fingerspitzen zu einem V machst, und die V-Spitze an der mitte der senkrechten Linie legst. Dann drücke die Brust ca 1 bis 2 Zentimeter ein, und mache das ca. 5 mal hineinander.
Sollte sich dein Kind noch immer nicht rühren, dann solltest du, neben der Reanimation, auch mit der Beatmung beginnen, damit dein Kind genug Sauerstoff erhält. Du hältst deinem Kind die Nase zu (du kannst auch die Nase mit dem Mund umfassen) streckst den Kopf des Kindes (nicht vergessen die Stirn mit der anderen Hand zustützen) und legst deinen Mund auf den Mund des Kindes (bei der 2te Variante musst du Nase und Mund gemeinsam umfassen), und pustest sanft einen Atmenzug hinein, bis du vom Augenwinkel aus siehst, dass sich der Brustkorb hebt.
Sollte dein Kind, noch immer nicht reagieren, beginnst du einen Regelmäßigen Rhythmus von 5:1. Das heißt 5 mal Herzmassage und 1 mal Beatmen. Diesen Rhythmus hältst du solange bei, bis entweder der Notarzt eintrifft, oder das Kind wieder zum selbstständigen atmen beginnt.
Nach so einem Vorfall, solltest du dennoch mit deinem Kind zum Arzt schauen (falls du keinen Notarzt gerufen hast, und die Reanimation erfolgreich war), um es sicherheitshalber untersuchen zulassen.

Kurzes Nachwort
Für Eltern oder Schwangere, die sich besonders für einen "Reanimationskurs für Babys und Kleinkinder" oder einen "Erste Hilfekurs für Babys und Kleinkinder" interessieren
Es gibt immer tolle Kursangebote Rund um diese Themen!
Reinschauen lohnt sich, vorallem weil man dann viel sicherer ist, wenn man es an einer Puppe ausprobiert hat, und man dem Kinderarzt, Hebamme, Schwester oder Oberarzt gleich persönlich viele Fragen stellen kann.
